Die 11. educanet²-Tagung in der Bernexpo stand im Zeichen der elektronischen Identität und der Zukunft von educanet². Die rund 130 Teilnehmenden konnten sich im Plenum über die Aufgaben von educa.ch als Fachagentur für ICT und Bildung, über digitale Identitäten (E-ID) in der Bildung und über die Weiterentwicklung von educanet² informieren. Admins, Schulleitende, ICT-Beauftragte sowie Vertreter von Fachstellen, Behörden und pädagogischen Hochschulen diskutierten in den Workshops am Vor- und Nachmittag, wie sich diese und weitere Themen im schulischen Umfeld umsetzen lassen.

Neuer Leistungsauftrag educa.ch

Toni Ritz, Direktor educa.ch, begrüsste die Teilnehmenden und erläuterte die neue Rolle von educa.ch. Seit dem 1. Januar 2017 hat educa.ch – Fachagentur für ICT und Bildung den Schweizerischen Bildungsserver und die Schweizerische Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen abgelöst. educa.ch bewegt sich somit weg aus dem rein pädagogischen Bereich der Schulen in die Beratung von Verantwortlichen des Bildungswesens zum Thema Digitalisierung in der Bildung.

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E-ID im Mittelpunkt

Im Plenumsreferat erläuterten Nelly Buchser, educa.ch, und Jérôme Brugger, BFH-Zentrum Digital Society, was eine digitale Identität ist, wozu sie dient und weshalb sie im schulischen Bereich zunehmend notwendig wird. Bei der grossen Heterogenität an schulischen E-ID, die aktuell in der Bildung im Einsatz sind, wird Qualität ein immer wichtigeres Argument. Die Vortragenden machten auf die Gefahren aufmerksam, denen digitale Identitäten ausgeliefert sind. Sie zeigten verschiedene Modelle für den Zugang zu elektronischen Ressourcen und hoben dabei die Vorteile einer Föderierung von Identitätsdiensten hervor (einfache Nutzung, verbesserter Schutz der Daten, Administration der Daten mit hoher Zuverlässigkeit, Kontrolle über Daten liegt beim Staat und beim Nutzenden).

Die Vortragenden schlossen mit dem Fazit: Elektronische Plattformen gewinnen an Bedeutung. Eine Föderierung von E-ID ist notwendig, um die Chancen der Digitalisierung in der Bildung konsequent nutzen zu können. Rechtliche, politische und organisatorische Rahmenbedingungen müssen aber erst geschaffen werden. Voraussetzung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den eigenen digitalen Identitäten sind Kenntnisse und Fähigkeiten auf diesem Gebiet. Das gilt sowohl für Lernende wie für Lehrpersonen und Entscheidungsträger. 

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Weiterentwicklung von educanet²

Alan Moran, Leiter IT Services, sprach in seinem Vortrag zur Zukunft der Plattform die grosse Frage der educanet²-Community direkt an: Die Lern- und Arbeitsplattform wird es so lange geben, wie ein Bedarf besteht. Allerdings wird sich das Finanzierungsmodell ändern, in dieser Hinsicht wird noch diskutiert. In einer ersten Phase der Umfrage hat educanet² die Bedürfnisse seiner Nutzenden untersucht. In den nächsten Monaten folgt die zweite Phase mit Workshops.

Weitere Informationen und Bericht Phase I: educanet2.ch/future

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Die Community der e²change

Informationen zum reichhaltigen Programm sowie Unterlagen, Blogeinträge und Präsentationen finden sich in der Communitygruppe "e²change" (Login erforderlich)

Tagungsberichte vergangener educanet²-Tagungen

Rückblick e²change 2016
Rückblick e²change 2015
Rückblick e²change 2014
Rückblick e²change 2013
Rückblick e²change 2012
Rückblick e²change 2011

 

 
 
 
e²change
educanet²-Tagung "e²change" 2017

11. educanet²-Tagung
e²change, 31. Mai 2017